Heulage oder Heu? Warum ich glaube, dass wir viele Pferde krank füttern.
- 26. Juni
- 18 Min. Lesezeit
Mein Pferd hustet. Ist Heulage wirklich die Lösung?
Es ist schon fast ein Klingeln in meinen Ohren, wenn wieder jemand zu mir sagt: „Mein Pferd bekommt jetzt nur noch Heulage, denn seitdem ist der Husten weg.“, und jedes Mal freue ich mich natürlich darüber, dass dieses Pferd erst einmal wieder leichter atmen kann, gleichzeitig frage ich mich aber, warum wir genau an dieser Stelle meistens aufhören nachzudenken, denn nur weil ein Symptom verschwindet, bedeutet das noch lange nicht, dass die Ursache ebenfalls verschwunden ist.
Vielleicht kennst du das selbst? Der Tierarzt sagt Heustauballergie oder Equines Asthma, jemand im Stall empfiehlt Heulage, das Pferd hustet tatsächlich weniger und plötzlich scheint das Problem gelöst zu sein. Doch genau dort beginnt für mich die eigentliche Frage, denn ein Pferd ist ein Pflanzenfresser und wenn wir einmal einen Schritt zurückgehen und uns anschauen, wie Pferde über Jahrtausende gelebt haben, dann wird schnell klar, dass sie im Winter nichts anderes gefressen haben als trockenes Gras, also im Grunde Heu, das noch auf der Wiese stand.
Wie kann es also sein, dass ausgerechnet ein Pflanzenfresser eine Allergie gegen getrocknetes Gras entwickelt?
Diese Frage beschäftigt mich schon seit vielen Jahren und sie hat mich immer wieder dazu gebracht, tiefer zu graben, wissenschaftliche Veröffentlichungen zu lesen, mit Tierärzten, Fütterungsexperten und Hufbearbeitern zu sprechen und mir vor allem die Pferde anzuschauen, denn sie erzählen uns jeden Tag ihre Geschichte, wenn wir bereit sind hinzusehen.
Je mehr ich mich mit dem Mikrobiom des Pferdes, mit den Prozessen während der Heuernte und der Silierung, mit Milchsäurebakterien, Stoffwechselerkrankungen und chronischen Entzündungen beschäftigt habe, desto deutlicher wurde für mich, dass wir in der Pferdewelt unglaublich viel über Symptome sprechen, aber erstaunlich wenig über die biologischen Zusammenhänge, die diesen Symptomen oft Jahre vorausgehen.
Ich möchte dich deshalb in diesem Artikel nicht davon überzeugen, mir einfach zu glauben. Ich wünsche mir vielmehr, dass du gemeinsam mit mir hinschaust, Fragen stellst und vielleicht an der einen oder anderen Stelle beginnst, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, denn genau dort beginnt für mich Verantwortung – nicht beim blinden Vertrauen in Meinungen, sondern beim ehrlichen Interesse daran zu verstehen, was im Körper eines Pferdes tatsächlich passiert.
Denn wenn wir über Husten sprechen, dann sprechen wir nicht nur über die Atemwege Und wenn wir über Heu oder Heulage sprechen, dann sprechen wir nicht nur über das Futter. Wir sprechen über das Mikrobiom, über den Stoffwechsel, über das Immunsystem und letztlich darüber, ob wir die Ursachen erkennen oder ein Leben lang Symptome behandeln.
Genau darüber spreche ich übrigens auch in meinem Podcast Agape Epona by Peaceful with Horses, denn viele Themen lassen sich nicht in wenigen Minuten erklären und manchmal braucht es genau diesen Raum, um Zusammenhänge wirklich verständlich zu machen. Wenn dich dieses Thema bewegt, dann hör gerne auch in die passende Podcastfolge hinein, dort nehme ich dich noch einmal Schritt für Schritt mit in genau diese Gedanken.
Warum Heulage auf den ersten Blick die bessere Wahl zu sein scheint
Wenn wir ehrlich sind, klingt Heulage erst einmal unglaublich logisch. Das Futter ist feucht, es staubt kaum und ein Pferd, das vorher beim Fressen gehustet hat, frisst plötzlich deutlich entspannter. Da liegt der Gedanke natürlich nahe, dass Heulage gesünder sein muss als Heu, denn wenn der Husten verschwindet, dann scheint das Problem ja gelöst zu sein.
Doch genau an dieser Stelle möchte ich dich einladen, noch einmal einen Schritt zurückzugehen und gemeinsam mit mir hinzuschauen, denn der Husten ist nicht die Ursache. Er ist eine Reaktion des Körpers auf etwas, das bereits viel früher begonnen hat.
Da stellt sich für mich nämlich zuerst eine ganz andere Frage.
Warum staubt Heu überhaupt?
Denn eigentlich dürfte das doch gar nicht passieren. Pferde sind Gras und Pflanzenfresser und im Winter fressen sie seit Millionen von Jahren nichts anderes als trockenes Gras, Sträucher, Blätter, Wurzeln und Äste. Wenn also heute so viele Pferde eine sogenannte Heustauballergie entwickeln, dann sollten wir vielleicht nicht als Erstes fragen, ob Heulage die bessere Lösung ist, sondern warum das Heu überhaupt zu einem Problem geworden ist.
Da lass uns einmal gemeinsam auf die Heuernte schauen.
Denn zwischen einer Wiese voller Gräser und einem Heuballen in deiner Raufe liegen viele Arbeitsschritte und jeder einzelne davon entscheidet darüber, ob am Ende ein hochwertiges Raufutter entsteht oder ein Ballen voller Staub, Schimmelpilzsporen und Bakterien, die in einem gesunden Heu niemals in dieser Menge vorhanden sein dürften.
Denn Heu staubt nicht einfach so.
Heu staubt, weil irgendwo während der Ernte oder der Lagerung Fehler passiert sind.
Und genau diese Fehler schauen wir uns jetzt einmal der Reihe nach an, denn wenn wir verstehen, wodurch schlechtes Heu überhaupt entsteht, dann wird auch verständlich, warum heute so viele Pferde husten und weshalb Heulage für viele Menschen zur scheinbar einzigen Lösung geworden ist.
Warum gutes Heu heute immer seltener wird
Der Grund ist die problematische Heuernte. Ich glaube nämlich, dass genau dort das eigentliche Problem beginnt und nicht erst dann, wenn das Pferd hustend vor seiner Raufe steht.
Heu entsteht schließlich nicht erst im Stall, es beginnt viele Wochen vorher auf der Wiese und jeder einzelne Arbeitsschritt entscheidet darüber, ob am Ende ein hochwertiges Futtermittel oder ein gesundheitliches Risiko in der Raufe landet.
Schon beim Mähen kann der erste Fehler passieren. Wird das Mähwerk zu tief eingestellt und unter sieben bis acht Zentimeter gemäht, gelangen Erde, Sand und Pflanzenreste aus der Grasnarbe direkt mit in das Erntegut. Viele denken dabei nur an etwas Schmutz, doch mit dieser Erde gelangen auch Bakterien, Hefen, Pilzsporen und Clostridien in das spätere Heu. Genau deshalb empfehlen Landwirtschaft und Grünlandberater seit Jahren einen höheren Schnitt. Nicht nur, um die Grasnarbe zu schonen, sondern weil sauberes Futter bereits dort beginnt.
Dann kommt das Wenden. Eigentlich klingt das ganz einfach. Das Gras liegt auf der Wiese und trocknet in der Sonne. Doch genau das funktioniert heute immer seltener so unkompliziert. Unsere Sommer werden unbeständiger, die Luftfeuchtigkeit steigt nachts deutlich an und Regenschauer kommen oft genau dann, wenn das Heu eigentlich trocknen sollte. Bleiben feuchte Stellen im Schwad zurück oder wird zu selten gewendet, entstehen kleine Feuchtenester. Von außen sieht das Heu später oft völlig unauffällig aus. Im Ballen beginnen diese feuchten Bereiche jedoch zu arbeiten und genau dort finden Schimmelpilze ideale Bedingungen.
Damit gutes Heu entsteht, braucht es mehrere Tage stabiles Wetter. Je nach Aufwuchs und Witterung spricht man von etwa drei bis fünf trockenen Tagen mit möglichst geringer Luftfeuchtigkeit. Früher war das vielerorts deutlich einfacher als heute. Heute müssen Landwirte oft innerhalb weniger Stunden entscheiden, ob sie mähen oder lieber noch einmal warten, weil der nächste Regen bereits angekündigt ist. Denn was passiert eigentlich, wenn der Regenschauer eben nicht mehr zu vermeiden war? Viele Menschen denken jetzt wahrscheinlich: „Dann muss das Gras eben noch einmal trocknen.“ Und genau das klingt im ersten Moment auch völlig logisch. Doch biologisch betrachtet ist genau dort bereits etwas passiert, das sich später nicht einfach wieder rückgängig machen lässt.
Sobald bereits angetrocknetes Gras erneut durchnässt wird, beginnt ein neuer biologischer Prozess. Durch die Feuchtigkeit werden Bakterien, Hefen und Schimmelpilze wieder aktiv und beginnen, das Pflanzenmaterial zu besiedeln. Gleichzeitig werden wasserlösliche Nährstoffe wie Zucker ausgewaschen, die Pflanze verliert einen Teil ihrer Futterqualität und die Zahl der Mikroorganismen steigt deutlich an. Trocknet das Gras anschließend wieder ab, verschwindet dieser mikrobielle Bewuchs nicht einfach wieder. Das Wasser verdunstet zwar, die Pilzsporen und Bakterien bleiben jedoch im Heu zurück und werden später mit eingepresst.
Je häufiger dieser Wechsel zwischen Feuchtigkeit und Trocknung stattfindet, desto größer wird das Risiko, dass sich Schimmelpilze vermehren und später Millionen von Sporen im Heuballen befinden. Diese Sporen können wir mit bloßem Auge oft gar nicht erkennen. Das Heu riecht vielleicht sogar noch angenehm und sieht von außen völlig unauffällig aus. Trotzdem atmet das Pferd sie beim Fressen ein und genau daraus entstehen später die Atemwegsprobleme, die wir dann als Heustauballergie kennen oder sogar Equines Asthma.
Vielleicht wird an dieser Stelle schon deutlich, warum ich immer wieder sage, dass wir nicht erst auf den hustenden Pferdekopf schauen sollten, sondern viel früher anfangen müssen. Denn der eigentliche Fehler ist oft nicht im Stall passiert, sondern Wochen zuvor auf der Wiese. Und selbst wenn das Wetter mitgespielt hat und das Gras endlich trocken genug ist, können wir uns noch längst nicht zurücklehnen, denn jetzt beginnt der nächste Arbeitsschritt und auch der entscheidet darüber, ob am Ende gesundes Heu oder ein gesundheitliches Risiko in der Raufe liegt.
Ist das Gras schließlich trocken genug, wird gepresst. Auch hier entscheidet sich wieder die Qualität. Gutes Heu sollte nur etwa zwölf bis fünfzehn Prozent Restfeuchtigkeit enthalten. Liegt dieser Wert höher und werden die Ballen gleichzeitig sehr stark verdichtet, kann die Restfeuchtigkeit nicht mehr entweichen. Der Ballen beginnt sich von innen zu erwärmen. Mikroorganismen vermehren sich, Schimmelpilze finden ideale Bedingungen und im schlimmsten Fall können Temperaturen von über sechzig Grad entstehen. Jeder Landwirt kennt deshalb die Gefahr der sogenannten Heuselbstentzündung.
Doch selbst wenn bis hier alles gut gelaufen ist, ist die Arbeit noch lange nicht beendet. Heu schwitzt nach dem Pressen noch mehrere Wochen nach und genau deshalb braucht es trockene, gut belüftete Lagerflächen. Werden Ballen direkt auf Beton gestellt, fehlt die Luftzirkulation oder werden sie zu dicht gestapelt, (da eigenen sich die Quaderballen auch ausgesprochen gut) sammelt sich Feuchtigkeit genau dort, wo sie niemand mehr sieht. Das Ergebnis kennen viele Pferdebesitzer. Der Ballen sieht außen völlig in Ordnung aus und erst beim Öffnen kommen Staub, graue Stellen oder Schimmel zum Vorschein.
Wenn wir uns all diese Arbeitsschritte einmal hintereinander anschauen, wird vielleicht verständlich, warum hochwertiges Heu heute deutlich schwieriger herzustellen ist als noch vor einigen Jahrzehnten. Der Klimawandel mit häufigeren Niederschlägen, immer kürzeren Erntefenstern und steigender Luftfeuchtigkeit macht die klassische Heuernte zu einer echten Herausforderung.
Und genau deshalb sind viele Betriebe auf Heulage umgestiegen. Nicht, weil Heulage zwangsläufig das bessere Pferdefutter wäre, sondern weil sie sich deutlich sicherer produzieren lässt. Das Gras muss oft nur vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden anwelken, bevor es gepresst und luftdicht verpackt wird. Der Landwirt ist dadurch wesentlich unabhängiger von mehreren trockenen Sommertagen und reduziert das Risiko, dass eine komplette Ernte durch Regen verloren geht.
Aus Sicht der Landwirtschaft ist das durchaus nachvollziehbar. Niemand möchte zusehen, wie eine komplette Heuernte durch schlechtes Wetter verloren geht. Niemand möchte tagelang auf das perfekte Erntefenster warten und am Ende trotzdem minderwertiges Heu einlagern müssen. Heulage bietet hier eine deutlich größere Sicherheit und genau deshalb entscheiden sich heute immer mehr Betriebe für diesen Weg. Zumal sich die Heulage draußen problemlos lagern lässt.
Doch die entscheidende Frage lautet eigentlich gar nicht, welches Verfahren für den Landwirt einfacher ist.
Die entscheidende Frage lautet, welches Futtermittel der Biologie des Pferdes entspricht.
Denn ein Pferd beurteilt Futter nicht danach, wie viele trockene Sommertage der Landwirt hatte oder wie aufwendig die Ernte war. Sein Verdauungssystem reagiert ausschließlich auf das, was schließlich in der Raufe liegt.
Und genau dort beginnt der Unterschied zwischen Heu und Heulage.
Denn während Heu durch Trocknung haltbar gemacht wird, wird Heulage durch einen Gärungsprozess konserviert. Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, tatsächlich verändert dieser Prozess jedoch die gesamte Biologie des Futters. Die Zusammensetzung der Kohlenhydrate verändert sich, Milchsäure entsteht, der pH-Wert sinkt und damit beginnt eine Entwicklung, über die in der Pferdewelt erstaunlich wenig gesprochen wird.
Genau diesen Gärungsprozess möchte ich mir jetzt einmal gemeinsam mit dir anschauen. Nicht, weil Gärung grundsätzlich etwas Schlechtes ist. Im Gegenteil, wir kennen sie von vielen Lebensmitteln. Sondern weil sich an genau dieser Stelle die Frage stellt, ob ein Pferd, dessen Verdauungssystem über Millionen von Jahren auf trockenes, strukturreiches Raufutter spezialisiert wurde, dauerhaft von einem bereits fermentierten Futtermittel profitieren kann.
Ich habe mir vor einigen Jahren auch noch nicht so die Gedanken drum gemacht, bis mir eben auf fiel das immer mehr Pferde krank sind. Dann habe ich angefangen, mich wirklich mit dem gesamten Prozess zu beschäftigen und verstanden habe, dass zwischen Heu und Heulage biologisch ein riesiger Unterschied liegt.
Das Gras wird zunächst genauso gemäht wie bei der Heuernte. Der Unterschied beginnt danach. Während Heu nun mehrere Tage auf der Wiese liegen bleibt und immer weiter trocknet, bis nur noch etwa zwölf bis fünfzehn Prozent Restfeuchtigkeit vorhanden sind, wird das Gras für Heulage bereits nach ungefähr vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden wieder aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt enthält es oft noch dreißig bis fünfzig Prozent Restfeuchtigkeit und genau diese Feuchtigkeit ist später gewollt, denn ohne sie würde der gesamte Gärungsprozess überhaupt nicht funktionieren.
Anschließend wird das Gras zu Rund- oder Quaderballen gepresst und sofort mit Stretchfolie umwickelt. Meistens sprechen wir von sechs bis acht Lagen Folie, je nachdem welches Wickelsystem verwendet wird. Die Folie soll den Sauerstoff vollständig ausschließen, denn genau das ist die Voraussetzung dafür, dass die Milchsäurebakterien ihre Arbeit aufnehmen können.
Nun könnte man natürlich denken, dann wickelt man eben einfach noch ein paar Lagen mehr Folie darum und schon ist das Problem gelöst. Doch so einfach ist es leider nicht. Jede zusätzliche Lage Folie kostet Geld und wenn ein Betrieb mehrere tausend Ballen im Jahr produziert, sprechen wir plötzlich nicht mehr über ein paar Euro, sondern über viele tausend Euro Mehrkosten. Deshalb wird häufig genau so viel gewickelt, wie notwendig erscheint. Das ist wirtschaftlich absolut nachvollziehbar und ich möchte an dieser Stelle auch gar keinem Landwirt einen Vorwurf machen, denn jeder muss rechnen. Trotzdem wird dadurch natürlich jede kleine Beschädigung der Folie später umso bedeutender.
Da reicht manchmal tatsächlich ein kleines Loch, das wir mit bloßem Auge kaum erkennen. Ein Vogel landet auf dem Ballen. Eine Katze läuft darüber. Beim Verladen streift der Ballen einen Zaunpfahl oder die Gabel vom Frontlader erwischt die Folie ein klein wenig zu tief. Vielleicht liegt der Ballen auch mehrere Monate draußen und Wind, Sonne und Frost setzen der Folie zu. Von außen sieht oft alles völlig normal aus und trotzdem reicht eine winzige Undichtigkeit aus, damit Sauerstoff wieder in den Ballen gelangt.
Und jetzt beginnt etwas, das wir von außen überhaupt nicht mehr sehen können.
Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier über Pflanzenmaterial sprechen, das noch ungefähr zur Hälfte aus Wasser besteht. Gleichzeitig befinden sich auf jeder Wiese Bakterien, Hefen und Pilze. Erde gehört genauso dazu wie Wildtierkot. Mäuse laufen über die Flächen, Vögel sitzen auf den Schwaden und trotz modernster Technik lässt sich auch heute nicht verhindern, dass gelegentlich kleine Kadaver mit eingepresst werden. Das klingt vielleicht unangenehm, gehört aber zur biologischen Realität einer Futterernte.
Solange alles perfekt funktioniert, laufen auch die biologischen Prozesse kontrolliert ab. Kommt jedoch Sauerstoff hinzu oder waren bereits bei der Ernte größere Verunreinigungen vorhanden, verändern sich diese Prozesse. Bestimmte Bakterien finden ideale Lebensbedingungen vor, Hefen und Schimmelpilze beginnen sich zu vermehren und genau deshalb sollte bei der Herstellung von Heulage so großer Wert auf absolute Dichtigkeit gelegt werden. Ich kenne kaum einen schimmelfreien Heulageballen.
Vielleicht merkst du schon, warum ich bei diesem Thema immer wieder sage, dass wir nicht einfach nur über ein anderes Futtermittel sprechen. Wir sprechen über Milliarden von Mikroorganismen, die bereits im Ballen miteinander arbeiten, lange bevor das Pferd den ersten Halm überhaupt gefressen hat. Und genau deshalb möchte ich im nächsten Schritt gemeinsam mit dir anschauen, was passiert, wenn dieses kleine Ökosystem aus dem Heulageballen auf das vielleicht wichtigste Ökosystem des Pferdes trifft, nämlich auf sein Mikrobiom im Darm.
Kommen Stoffwechselkrankheiten von Heulage?
Das ist wahrscheinlich die entscheidende Frage dieses ganzen Artikels und vielleicht fragst du dich gerade, ob ich jetzt völlig übertreibe. Schließlich füttern tausende Pferdebesitzer Heulage und ihre Pferde leben doch auch. Ja, das tun sie. Genauso wie viele Menschen jahrelang von Fast Food leben, ohne am nächsten Morgen sofort krank umzufallen. Der Körper ist ein Meister darin auszugleichen. Er kompensiert, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und genau deshalb werden Zusammenhänge oft überhaupt nicht erkannt, weil zwischen Ursache und Diagnose manchmal viele Jahre liegen.
Da lass uns deshalb noch einmal gemeinsam in diesen Heulageballen hineinschauen.
Denn dort passiert etwas, das wir von außen überhaupt nicht sehen können.
Sobald der Ballen luftdicht verschlossen wird und der Sauerstoff nahezu vollständig verbraucht ist, übernehmen Milchsäurebakterien die Arbeit. Sie beginnen damit, die wasserlöslichen Kohlenhydrate des Grases zu verstoffwechseln und produzieren dabei Milchsäure. Gleichzeitig entstehen weitere organische Säuren, der pH-Wert sinkt und genau dadurch wird die Heulage haltbar gemacht. Das ist der gesamte Sinn der Silierung.
Die Natur macht also genau das, was sie machen soll.
Nur stellt sich jetzt für mich die nächste Frage.
Was passiert eigentlich, wenn dieses bereits vergorene Futtermittel jeden einzelnen Tag in den Darm eines Tieres gelangt, dessen gesamtes Verdauungssystem darauf ausgelegt ist, trockenes, strukturreiches Gras selbst zu fermentieren?
Denn genau das macht das Pferd normalerweise.
Die Milliarden Mikroorganismen im Blind- und Grimmdarm übernehmen diese Arbeit. Sie bauen Rohfasern langsam ab, produzieren daraus Energie, stellen Vitamine her und bilden gemeinsam ein hochkomplexes Ökosystem, das nicht nur für die Verdauung verantwortlich ist, sondern einen entscheidenden Einfluss auf das Immunsystem, den Stoffwechsel und damit auf die Gesundheit des gesamten Pferdes hat.
Kommt dieses empfindliche System dauerhaft aus dem Gleichgewicht, sprechen wir von einer Dysbiose. Die Artenvielfalt des Mikrobioms nimmt ab, entzündungsfördernde Bakterien können sich stärker vermehren, die Darmschleimhaut verliert einen Teil ihrer Schutzfunktion und Stoffwechselprodukte sowie bakterielle Endotoxine gelangen deutlich leichter in den Organismus.
Und genau an dieser Stelle beginnt für mich eine Entwicklung, die wir häufig erst Jahre später bemerken.
Denn jetzt muss die Leber deutlich mehr entgiften, die Nieren müssen deutlich mehr ausscheiden. Und das Immunsystem arbeitet dauerhaft so werden Entzündungen zum ständigen Begleiter.
Und irgendwann zeigt der Körper erste Hilferufe.
Dann beginnt es mit Kotwasser, hinzu kommen Hautprobleme dann folgt Husten.
Und es kommen dann immer wiederkehrenden Magenproblemen hinzu, die nicht als diese wahrgenommen werden.
Doch irgendwann stehen Diagnosen im Raum wie EMS, Insulinresistenz, PPID oder das, was man häufig als Pseudo-Cushing bezeichnet, die Symptome von all dem, die allerdings noch keinen Laborwert zeigen.
Deshalb stelle ich inzwischen bei jedem Pferd dieselbe Frage.
Was liegt eigentlich jeden Tag in der Raufe?
Ich will nicht wissen, wie hoch ist der ACTH-Wert, oder bekommt dein Pferd Pergolid?
Es geht gar nicht um die Werte die ermittelt werden können, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Es ist ein Gesamtbild was wir betrachten müssen, weil alles mit einander zusammen hängt.
Ich frage mich dann immer, warum wir eigentlich jedes einzelne Symptom getrennt betrachten. Da wird das Kotwasser behandelt, das Ekzem bekommt eine Salbe, der Hufschmied soll die brüchigen Hufe richten, der Tierarzt verschreibt etwas für den Magen, der Husten wird inhaliert und irgendwann kommt vielleicht noch die Diagnose EMS, Insulinresistenz oder PPID dazu. Doch was wäre, wenn all diese Symptome gar nicht nebeneinander stehen, sondern dieselbe Geschichte erzählen?
Eine Lebens - Geschichte über einen Stoffwechsel, der seit Jahren versucht, irgendwie im Gleichgewicht zu bleiben, obwohl er gegen die angebotenen Futtermittel nicht ankommen kann.
Denn der Körper arbeitet ununterbrochen für das Pferd. Er entgiftet, gleicht aus, kompensiert und versucht jeden einzelnen Tag, das innere Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Die Leber übernimmt dabei einen Großteil dieser Arbeit und besitzt eine beeindruckende Regenerationsfähigkeit. Die Nieren dagegen sind deutlich empfindlicher. Laborwerte steigen häufig erst dann an, wenn bereits ein erheblicher Teil ihrer Funktion verloren gegangen ist. Genau deshalb frage ich mich, warum wir so oft erst handeln, wenn Blutwerte erhöht sind, anstatt die vielen kleinen Signale ernst zu nehmen, die uns der Körper schon Monate oder sogar Jahre vorher geschickt hat.
Für mich beginnt eine Stoffwechselerkrankung deshalb nicht mit einer Diagnose. Sie beginnt viel früher. Sie beginnt mit einem Organismus, der immer mehr Kraft aufbringen muss, um das Gleichgewicht überhaupt noch halten zu können. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht erst auf den Laborzettel zu schauen, sondern auf das Pferd selbst. Denn das Pferd erzählt uns seine Geschichte jeden Tag. Wir müssen nur wieder lernen, zuzuhören.
Der Körper spricht nämlich schon lange mit uns, bevor er irgendwann schreit.
Nur haben wir Menschen uns daran gewöhnt, erst zuzuhören, wenn eine Diagnose auf einem Blatt Papier steht.
Dabei beginnt diese Geschichte oft viele Monate oder sogar Jahre früher.
Das Fell verändert sich. Vielleicht fallen dir einzelne lange Hungerhaare auf, mitten im Sommer, genau dort, wo sie eigentlich überhaupt nicht hingehören. Der Fellwechsel zieht sich plötzlich ewig hin und erinnert viele bereits an Cushing. Der ACTH-Wert ist aber völlig unauffällig. Also heißt es häufig: „Alles in Ordnung.“ Doch ist wirklich alles in Ordnung oder zeigt uns der Organismus einfach nur, dass er seit langer Zeit versucht, irgendwie das Gleichgewicht zu halten?
Dann werden Hafertaler sichtbar. Leberstreifen zeichnen sich im Fell ab. Die Hufe verlieren an Qualität, werden rissig oder brüchig, obwohl regelmäßig ausgeschnitten wird. Manche Pferde beginnen schon bei geringer Belastung stark zu schwitzen, andere dagegen fast gar nicht mehr. Die Augen tränen immer häufiger, der Wassereimer ist plötzlich deutlich schneller leer als früher und trotzdem betrachtet man jedes einzelne Symptom für sich.
Irgendwann verändert sich dann der gesamte Körper.
Da gibt es die Pferde, die auf einmal Fett einlagern. Nicht einfach, weil sie zu viel gefressen haben, sondern weil sich diese Fettdepots ganz typisch verändern. Der Mähnenkamm wird fest und dick, über den Augen entstehen Fettpolster, hinter der Schulter sammelt sich Gewebe und an der Schweifrübe fühlt sich plötzlich alles ganz anders an. Und dann gibt es die Pferde, die gar nicht fett aussehen und trotzdem aufgedunsen wirken. Fasst du sie an, merkst du den Unterschied. Fett fühlt sich fest an. Wassereinlagerungen dagegen wirken zwar gespannt, doch sind sie schwammig, manchmal kühl und prall. Der Körper hält etwas fest, das er eigentlich längst wieder loswerden möchte.
Ich frage mich dann immer, warum wir jedes einzelne Symptom getrennt betrachten. Da wird das Kotwasser behandelt, das Ekzem bekommt eine Salbe, für den Magen gibt es Magenschutz, gegen den Husten wird inhaliert, die tränenden Augen werden gespült und wenn irgendwann EMS, Insulinresistenz oder PPID diagnostiziert werden, wirkt es plötzlich so, als wäre die Krankheit einfach über Nacht entstanden.
Doch genau das glaube ich nicht.
Ich glaube, dass der Körper uns seine Geschichte die ganze Zeit erzählt hat.
Wir haben nur immer auf das lauteste Symptom geschaut und dabei die vielen kleinen Hilferufe überhört.
Denn wenn das Mikrobiom des Pferdes über Jahre aus dem Gleichgewicht gerät, dann bleibt das nicht im Darm. Der Darm ist nicht einfach nur ein Verdauungsorgan. Dort sitzen rund achtzig Prozent der Immunabwehr. Dort entscheidet sich, welche Stoffe aufgenommen werden, welche Stoffe den Körper wieder verlassen und wie stark Leber und Nieren jeden einzelnen Tag arbeiten müssen. Irgendwann kommen diese Organe an einen Punkt, an dem sie nicht mehr nur ausgleichen, sondern kämpfen.
Und genau deshalb interessiert mich die Diagnose oft viel weniger als der Weg dorthin. Denn ich möchte nicht wissen, wie wir mit EMS, PPID oder einer Insulinresistenz leben können. Ich möchte verstehen, warum der Körper überhaupt an diesen Punkt gekommen ist.
Heulage oder Heu? Warum ich glaube, dass wir viele Pferde krank füttern.
Wenn wir jetzt noch einmal ganz an den Anfang dieses Artikels zurückgehen, dann war die eigentliche Frage ja gar nicht, ob Heulage oder Heu besser ist.
Die eigentliche Frage war, warum unsere Pferde überhaupt krank werden.
Und vielleicht wird jetzt auch verständlich, warum ich diese Frage niemals mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten könnte.
Denn schlechtes Heu macht Pferde krank und Heulage macht Pferde krank.
Nicht, weil Gras plötzlich giftig geworden ist, sondern weil wir das ursprüngliche Futtermittel des Pferdes so verändert haben, dass sein Organismus ständig damit beschäftigt ist, Schäden auszugleichen.
Beim Heu beginnt das Problem häufig schon Wochen vor der Ernte. Zu tief gemäht, Erde im Futter, Regen zur falschen Zeit, Schimmelpilzsporen, eine schlechte Lagerung oder zu feuchte Ballen. Am Ende steht ein Pferd hustend vor seiner Raufe und wir nennen es Heustauballergie.
Dann wechseln viele auf Heulage, plötzlich ist der Husten viel besser.
Doch die eigentliche Ursache ist damit nicht verschwunden, sie hat nur ihren Wirkungsort gewechselt.
Die Schimmelsporen werden nicht mehr eingeatmet, sondern mit dem Futter aufgenommen und gleichzeitig beginnt ein Gärungsprozess, der das gesamte Futtermittel verändert. Genau dort beginnt für mich die eigentliche Diskussion. Nicht, weil ich Landwirten einen Vorwurf machen möchte. Ganz im Gegenteil, denn ich verstehe sehr gut, warum heute immer mehr Betriebe Heulage herstellen. Das Wetter wird unberechenbarer, die Erntefenster werden kleiner und wirtschaftlich ist Heulage für viele Betriebe die sicherere Entscheidung.
Doch das Pferd kennt diese wirtschaftlichen Zwänge nicht, sein Körper reagiert ausschließlich auf das, was jeden Tag in der Raufe liegt.
Und genau deshalb frage ich mich, ob wir nicht viel häufiger den Mut haben sollten, noch einen Schritt weiter zurückzugehen und uns zu fragen, warum wir überhaupt zwischen schlechtem Heu und Heulage entscheiden müssen, anstatt alles dafür zu tun, wieder hochwertiges Heu zu erzeugen, das dem Pferd wirklich entspricht.
Denn hier liegt doch die Wahrheit. Nicht bei der Diagnose, nicht beim Medikament, oder beim Inhalator. qNein, es beginnt auf einer Wiese, an einem Sommertag, lange bevor das Pferd überhaupt den ersten Halm frisst.
Denn genau dort entscheidet sich häufig schon, welche Geschichte der Körper Monate oder Jahre später erzählen wird.
Wenn mich heute jemand fragt, wie lange es dauert, bis ein Pferd durch eine dauerhaft ungeeignete Fütterung krank wird, dann kann ich keine Zahl nennen. Kein Pferd ist wie das andere. Das eine bringt eine unglaubliche Robustheit mit, das andere zeigt schon nach wenigen Monaten die ersten Veränderungen. Was ich dir aber aus meiner Erfahrung sagen kann, ist, dass der Körper nicht wartet, bis irgendwann eine Diagnose gestellt wird. Der Organismus beginnt sofort zu reagieren. Das Mikrobiom verändert sich innerhalb weniger Tage bis Wochen. Erste Stoffwechselanpassungen können innerhalb von Monaten sichtbar werden. Bis daraus Diagnosen wie EMS, Insulinresistenz oder PPID entstehen, vergehen häufig Jahre. Und genau das macht diese Erkrankungen so tückisch. Wir verbinden die Diagnose mit dem Heute, obwohl die eigentliche Geschichte oft längst begonnen hat, als das Pferd noch jung war.
Wenn dein Pferd heute zwei oder drei Jahre alt ist, entscheidest du möglicherweise genau jetzt darüber, wie gesund sein Stoffwechsel mit zehn oder fünfzehn Jahren sein wird.
Weißt du, genau deshalb werde ich wahrscheinlich auch so oft zu Pferden gerufen, bei denen es heißt:
„Sie ist plötzlich so zickig geworden.“,
„Er guckt ständig in der Reithalle.“,
„Sie ist faul geworden.“,
„Er läuft einfach nicht mehr vorwärts.“,
„Sie bockt beim Angaloppieren.“,
„Der Gurtzwang wird immer schlimmer.“
oder „Unter dem Sattel ist das Pferd plötzlich völlig anders als früher.“
Ganz ehrlich? Ich glaube den Pferden, denn ein Pferd wacht morgens nicht auf und beschließt, heute einfach mal schwierig zu sein.
Es wacht auch nicht auf und denkt sich: „Heute ärgere ich meinen Menschen ein bisschen.“
Der Körper hat immer einen Grund.
Und genau deshalb beginne ich meine Arbeit auch nicht erst auf dem Reitplatz. Ich beginne nicht mit der Frage nach der richtigen Methode und ehrlich gesagt interessiert mich am Anfang oft nicht einmal, welcher Trainer schon alles da war. Mich interessiert zuerst, wie dieses Pferd lebt. Was frisst es jeden Tag? Wie sieht seine Haltung aus? Hat es wirklich die Möglichkeit, Pferd zu sein? Welche Diagnosen gab es in den letzten Jahren? Und welche kleinen Veränderungen sind vielleicht schon lange vorher aufgefallen, obwohl niemand sie miteinander in Verbindung gebracht hat?
Denn wenn ein Pferd Magenschmerzen hat, wenn das Bindegewebe unter chronischen Entzündungsprozessen leidet, wenn Muskulatur schmerzt, Faszien ihre Elastizität verlieren oder der Stoffwechsel seit Jahren versucht, irgendwie das Gleichgewicht zu halten, dann verändert sich zwangsläufig auch das Verhalten. Das Pferd wird vorsichtiger, es ist immer häufiger völlig angespannt. Es möchte sich nicht mehr biegen, es läuft nicht mehr losgelassen unter dem Reiter. Es entwickelt einen Gurt- oder Sattelzwang, weil Berührung unangenehm geworden ist. Und irgendwann nennen wir dieses Pferd schwierig, obwohl es vielleicht die ganze Zeit versucht hat, uns zu sagen, dass etwas nicht stimmt.
Deshalb sollten wir aufhören zu fragen, warum ein Pferd plötzlich bockt, steigt oder nicht mehr mitarbeitet.
Dann sollten wir anfangen zu fragen, warum es keinen anderen Weg mehr gesehen hat, als über sein Verhalten auf seinen Körper aufmerksam zu machen.
Und genau das ist für mich echte Pferdekommunikation.
Nicht, weil das Pferd einen Gedanken in meinen Kopf schickt, nein, weil ich lerne, seine Sprache zu lesen und manchmal beginnt diese Sprache nicht im Verhalten.
Sondern, im Körper der seit langem seine Informationen mit der Umwelt teilt.
Wer hinter diesen Gedanken steckt
Falls du bis hierher gelesen hast, dann merkst du wahrscheinlich schon, dass ich Pferde ein wenig anders betrachte, denn mich interessiert die Geschichte hinter all dem.
Seit über dreißig Jahren begleiten Pferde mein Leben und in dieser Zeit habe ich gelernt, dass der Körper eines Pferdes lange spricht, bevor er irgendwann schreit. Genau deshalb beginne ich meine Arbeit immer mit der Frage nach der Haltung, der Fütterung und dem gesamten Lebensumfeld. Denn nur wenn wir verstehen, warum ein Pferd so reagiert, wie es reagiert, können wir ihm wirklich helfen.
Ich arbeite deshalb nicht nach einem festen Trainingssystem. In meinen Mentorings, Videoanalysen und Readings verbinde ich Beobachtung, Pferdeverhalten, Human Design, Horse Design und Mammalian Design miteinander. Nicht, weil ich eine weitere Methode entwickeln wollte, sondern weil ich immer wieder erlebt habe, dass Verhalten erst dann verständlich wird, wenn wir den ganzen Organismus betrachten.
Wenn du dein Pferd besser verstehen möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen zu meinen Videoanalysen, Mentorings und zum Agape Epona Club. Dort begleite ich Frauen, die nicht einfach nur ihr Pferd trainieren möchten, sondern bereit sind, tiefer zu schauen und Zusammenhänge zu erkennen, die im Alltag oft übersehen werden.
Und wenn du meine Gedanken regelmäßig begleiten möchtest, dann hör gerne in meinen Podcast Agape Epona hinein. Dort spreche ich jede Woche über Pferdegesundheit, Verhalten, Human Design, Horse Design und über all die Fragen, für die in den sozialen Medien oft gar kein Platz ist.
Vielleicht begegnen wir uns dort wieder.
Oder draußen am Stall.
Denn genau dort beginnen meistens die spannendsten Gespräche.





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